Partnerschaft von VIDEOR und Videotronic: Schulterschluss für mehr Kundennutzen

VIDEOR hat die Mehrheitsanteile an der Videotronic AG erworben und baut damit das Serviceangebot für Schweizer Kunden deutlich aus. Die Marke Videotronic bleibt als eigenständiges Unternehmen unter der Leitung von Geschäftsführer Christos Sgouros erhalten und wird künftig mit dem Zusatz „a VIDEOR Company“ auftreten. Im Doppelinterview sprechen die beiden Geschäftsführer Dominik Mizdrak und Christos Sgouros darüber, was diese Partnerschaft auszeichnet und welche Perspektiven sie für die beiden Unternehmen und deren Kunden eröffnet.

VIEW: Welche Rolle spielt der Schweizer Markt künftig im gesamten VIDEOR Geschäft?

Dominik Mizdrak: Die Schweiz war schon immer ein wichtiger Markt für VIDEOR und wir bedienen dort einen wichtigen Teil unserer Kundschaft. Nicht nur lokale, sondern auch international tätige Unternehmen zählen dazu. Diese wollen wir zukünftig noch besser unterstützen.

VIEW: Warum fiel die Wahl auf Videotronic als Partner in der Schweiz? Bestand bereits eine intensive Geschäftsbeziehung oder hat sich Videotronic aus anderen Gründen empfohlen?

Dominik Mizdrak: Videotronic war uns als langjähriger Kunde vertraut und wir haben Christos und sein Team immer als sehr kompetenten und vertrauensvollen Partner wahrgenommen, der extrem gut im Schweizer Markt vernetzt ist und dort einen hervorragenden Ruf genießt.

VIEW: Warum eine Mehrheitsbeteiligung? Hätte eine strategische Partnerschaft nicht ausgereicht? Und welche konkreten Ziele verfolgt VIDEOR mit der Mehrheitsbeteiligung in den nächsten zwei bis drei Jahren?

Dominik Mizdrak: Von Anfang an war beiden Seiten klar, dass wir die Videotronic langfristig vollständig übernehmen möchten. Gleichzeitig war es uns ein großes Anliegen, Christos in seiner Rolle als Geschäftsführer und Gesellschafter der Videotronic auch in den kommenden Jahren eng an unserer Seite zu wissen. Umso naheliegender ist es für uns, ihn weiterhin am gemeinsamen Unternehmenserfolg zu beteiligen.

VIEW: Christos, was hat dich persönlich veranlasst, die Mehrheit an VIDEOR abzugeben?

Christos Sgouros: Für mich stand vor allem die langfristige Zukunft der Videotronic AG im Vordergrund. Der Markt verändert sich rasant – technologisch und auch in den Anforderungen der Kunden. Mit einem starken Partner an unserer Seite schaffen wir die Voraussetzungen, um positiv nach vorne zu schauen. Die Videotronic AG wird dieses Jahr 50 Jahre alt und es sollen viele erfolgreiche Jahre noch dazu kommen. Zudem war es für mich mit 55 auch der richtige Zeitpunkt, um ein paar Jahre noch mit meinem Know-how mitzuwirken.

„Durch die gebündelten Ressourcen können wir neue Lösungen und Services deutlich schneller in den Markt bringen, etwa in den Bereichen integrierte Sicherheitslösungen, Cloud-Services, datenbasierte Anwendungen oder länderübergreifende Projektunterstützung. Die Partnerschaft erhöht unsere Geschwindigkeit, mit der wir Kundenbedürfnisse aufnehmen und in konkrete Angebote übersetzen können.“ - Christos Sgouros

VIEW: Wie tief wird die operative Integration gehen oder bleibt es bei einer losen Verbindung?

Dominik Mizdrak: Videotronic ist absolut eigenständig. Wir werden Christos und sein Team aber in vielerlei Hinsicht unterstützen, damit er sein Geschäft ausbauen und effizienter betreiben kann. Dazu gehören IT-Systeme, unsere CRM-Plattform, unsere Automation und natürlich unser Webshop, den Videotronic in ähnlicher Form zukünftig nutzen kann.

VIEW: Wie viel Entscheidungsfreiheit verbleibt realistisch bei Videotronic bei einer Mehrheitsbeteiligung?

Dominik Mizdrak: Christos kennt den Schweizer Markt besser als wir es je könnten. Er verantwortet daher zu hundert Prozent eigenständig. Klar ist aber auch, dass wir uns auf eine gemeinsame Strategie zu Beginn eines jeden Jahres einigen und so die gemeinsamen Leitplanken  setzen.

VIEW: Welche Veränderungen kommen auf die Mitarbeiter von Videotronic zu?

Christos Sgouros: Unser Ziel ist Kontinuität mit neuen Perspektiven. Für die Mitarbeiter bedeutet das vor allem zusätzliche Chancen: Zugang zu mehr Know-how, internationalen Strukturen, erweiterten Entwicklungsmöglichkeiten und einem breiteren Leistungsportfolio. Gleichzeitig bleibt vieles, was Videotronic ausmacht, erhalten, insbesondere unsere Kultur, unsere Kundennähe und unsere fachliche Stärke. Veränderungen wird es geben, aber mit Augenmaß und mit dem klaren Anspruch, die Organisation nachhaltig weiterzuentwickeln.

VIEW: Dominik, welche Herausforderungen erwartest Du bei der Zusammenarbeit zweier gewachsener Unternehmenskulturen?

Dominik Mizdrak: Das ist ein wichtiger Punkt: es handelt sich hier um zwei Unternehmen mit einer langen Firmengeschichte und einer je eigenen DNA. Wir teilen aber als Menschen die gleichen Werte und Vorstellungen und das ist die Basis für eine gute Zusammenarbeit und den gemeinsamen Erfolg. Das haben wir bereits in den ersten Gesprächen gespürt und daher bin ich überzeugt davon, dass wir gut harmonieren werden.

VIEW: Wo seht ihr die größten Synergien?

Dominik Mizdrak: In unserem Geschäft geht es immer um technische Unterstützung und Kompetenz. Mit Hilfe der Videotronic können wir diese nun lokal erbringen und das wird unseren Kunden einen großen Vorteil bringen. Zugleich hat Christos nun mehr Möglichkeiten aus dem vollen VIDEOR Sortiment schöpfen zu können und auf unser Lösungsangebot zurückgreifen zu können.

Christos Sgouros: Die größte Synergie liegt für uns in der Verbindung von lokaler Kundennähe und einem deutlich erweiterten Lösungsportfolio. Wir können unsere Kunden in der Schweiz weiterhin persönlich und schnell betreuen, aber gleichzeitig auch auf die technologische Breite und Stärke von VIDEOR zugreifen.

„Videotronic ist absolut eigenständig. Wir werden Christos und sein Team aber in vielerlei Hinsicht unterstützen, damit er sein Geschäft ausbauen und effizienter betreiben kann. Dazu gehören IT-Systeme, unsere CRM-Plattform, unsere Automation und natürlich unser Webshop, den Videotronic in ähnlicher Form zukünftig nutzen kann.“ - Dominik Mizdrak

VIEW: Gibt es dadurch Dienstleistungen oder Angebote, die ihr den Schweizer Kunden nun schneller anbieten könnt?

Christos Sgouros: Ja, genau darin liegt ein wesentlicher Vorteil der Partnerschaft. Durch die gebündelten Ressourcen können wir neue Lösungen und Services deutlich schneller in den Markt bringen, etwa in den Bereichen integrierte Sicherheitslösungen, Cloud-Services, datenbasierte Anwendungen oder länderübergreifende Projektunterstützung. Die Partnerschaft erhöht unsere Geschwindigkeit, mit der wir Kundenbedürfnisse aufnehmen und in konkrete Angebote übersetzen können.

VIEW: Und wie werdet ihr den Erfolg dieser Zusammenarbeit in den kommenden Jahren messen oder anders gefragt: welche Ziele habt ihr euch gesteckt?

Dominik Mizdrak: Es gibt klare gesetzte Business-Ziele, die wir gemeinsam verfolgen, Videotronic in der Schweiz, wir in Deutschland. Das profitable Wachstum steht hier an erster Stelle. Darüber hinaus haben wir uns organisatorische Ziele gesetzt, die die Integration der Gesellschaft beinhalten und die wir ebenfalls auf Basis eines Meilensteinplans verfolgen.

Christos Sgouros: Erfolg bedeutet für uns zweierlei: wirtschaftlich nachhaltig zu wachsen und gleichzeitig die Zusammenarbeit operativ sauber und effizient weiterzuentwickeln. Wenn wir beides schaffen – also mehr Kundennutzen und eine starke gemeinsame Organisation – dann ist diese Partnerschaft ein echter Erfolg.

VIEW: Welche konkreten Vorteile werden Kunden in der Schweiz kurzfristig spüren?

Christos Sgouros: Unsere Kunden profitieren ganz direkt: von einem breiteren Angebot, schnelleren Zugängen zu neuen Technologien und noch stärkerem Service. Kurz gesagt: mehr Möglichkeiten im Alltag, bei gleichbleibender Nähe und Verlässlichkeit.

Dominik Mizdrak: Ganz klar die Servicethemen, die wir bis dato nicht lokal so einfach erbringen konnten. Aber es geht auch um die kurzfristige Vor-Ort-Unterstützung, um die Beratung und die Entwicklung von Lösungen. All das bringt Christos und sein Team mit. Zugleich werden wir mittelfristig auch die Lagerkapazitäten in der Schweiz erhöhen, damit wir die Kunden schnellstmöglich beliefern können.

VIEW: Ihr versprecht besseren Service. Woran messt ihr, ob und wie das gelingt?

Dominik Mizdrak: Kürzere Durchlaufzeiten und eine höhere Kundenzufriedenheit. 

Christos Sgouros: Am Ende zählt, was beim Kunden ankommt: schnellere Reaktionszeiten, kürzere Abwicklungsprozesse und eine spürbar höhere Servicequalität. Daran lassen wir uns messen – und natürlich an der Zufriedenheit unserer Kunden.