Ihr Kompass für den Feature-Dschungel. Von unseren Produktmanagern. Thema heute: Radar. Von Christoph Konrad
Radar und Videoüberwachung: zuverlässig, datenschutzkonform, vielseitig einsetzbar
Radar kommt im Sicherheitsbereich immer häufiger zur Anwendung. Denn Radar erweist sich als äußerst zuverlässig, insbesondere unter Bedingungen, wo Kameras meist versagen, etwa bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter. Ein wesentlicher Vorteil von Radarsystemen ist, dass sie keine visuellen Informationen erfassen, die zur persönlichen Identifikation genutzt werden könnten. Somit ist Radar vor allem dort eine gute Wahl, wo es auf strengen Datenschutz ankommt.
Radar nutzt elektromagnetische Wellen, um Objekte zu erkennen und deren Entfernungen zu messen. In der physischen Sicherheit hat sich der Einsatz von frequenzmoduliertem Dauerstrichradar (FMCW) bewährt. FMCW erlaubt die präzise Bestimmung sowohl der Geschwindigkeit als auch der Entfernung von Objekten.
Insbesondere unter schwierigen Lichtverhältnissen kann Radar seine Stärken voll ausspielen. Denn im Gegensatz zu Kameras ist Radar lichtunabhängig und funktioniert bei völliger Dunkelheit ebenso wie bei greller Hintergrundbeleuchtung. Außerdem ist die Fehlalarmrate bei der Verwendung von Radar signifikant niedriger, da visuelle Störungen wie beispielsweise bewegte Schatten oder Regen die Funktion nicht beeinträchtigen.
In Sicherheitsanwendungen wird Radar häufig in Kombination mit weiteren Technologien genutzt, beispielsweise mit optischen und Wärmebildkameras sowie Audiokomponenten, um die Erkennungsleistung zu steigern. Dies lässt sich umso einfacher bewerkstelligen, als die meisten Radarsysteme in Videomanagementsysteme integriert werden können.
Allerdings gibt es auch einige Limitierungen, die bedacht werden sollten. So beeinträchtigen stark reflektierende Umgebungen die Leistung von Radar erheblich. Ebenso fällt es bei gruppierten Objekten wie Personengruppen schwer, mit Radar allein die einzelnen Objekte zu unterscheiden. Um weitreichende Beeinträchtigungen zu vermeiden, muss bereits bei der Planung auf die richtige Positionierung der Radargeräte geachtet werden, damit deren Erfassungsbereiche sich nicht zu sehr überlappen.
Beim Vergleich mit anderen Überwachungstechnologien punktet Radar gegenüber optischen oder Wärmebildtechnologien dadurch, dass die Technologie unterschiedliche Arten von Informationen liefert, wie Position und Geschwindigkeit von Objekt. Außerdem sind Radarsensoren kostengünstiger als Wärmebildkameras.
Die Empfehlung lautet daher, verschiedene Technologien zu kombinieren, um eine umfassende und effiziente Überwachung zu gewährleisten. Jede Technologie hat ihre eigenen Stärken, die sich bei präziser Planung optimal ergänzen, um ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu erreichen.
