In unserer Service-Rubrik halten wir Sie über aktuelle IT-Sicherheitsthemen auf dem Laufenden. Heute geht es um sichere Passwörter. Von Dennis Garufo-von der Au, IT Engineer bei VIDEOR.

Geschätzte 8 Milliarden Datensätze mit gehackten Passwörtern und personenbezogenen Daten kursieren im Dark Net. Vielleicht sind auch Ihre Accounts betroffen. Aber keine Angst: Es gibt es Möglichkeiten, die eigenen Passwörter zu sichern.

Warum sollte ich einzigartige Passwörter verwenden? Wenn es um Sicherheit im Internet geht, wird immer zuerst auf unsichere Passwörter hingewiesen. Vergangene Hacks (Diebstahl von Nutzerdaten) haben deutlich gemacht, dass Datenbanken von Webseiten nicht zwangsläufig sicher sind. Aus diesen Hacks kursieren derzeit mehr als 8 Milliarden Datensätze im Internet. Diese enthalten oft nicht nur Passwörter, sondern auch personenbezogene Daten. Das Portal des Hasso-Plattner-Instituts sammelt diese Daten. Besucher der Webseite können prüfen, ob auch ihre eigenen Daten veröffentlicht wurden. Weiterhin werden Statistiken über die am häufigsten verwendeten Passwörter angeboten. Spitzenreiter ist hier das Passwort „123456“ mit mehr als 23 Millionen zugehörigen E-Mailadressen. Weitere Vertreter der Spitzengruppe sind zum Beispiel „123456789“ mit 7,5 Millionen, „111111“ mit 3 Millionen und „000000“ mit fast zwei Millionen Treffern in der Datenbank.

Sichere Passwörter alleine schützen den Benutzer nicht davor, dass solche Daten gestohlen werden, denn dafür sind alleine die Betreiber verantwortlich. Bekannte Plattformen, die in der Vergangenheit von diesen Hacks betroffen waren, sind u.a. Adobe, Dropbox, Linkedin, Snapchat und YouPorn. Diese
Daten werden auf dem Schwarzmarkt im „Dark Net“ gehandelt. Aktuell (12.2.2019) befindet sich wieder ein Paket mit 620 Millionen neuen Accounts im „Dream Market“, der nicht im öffentlichen Internet zu finden ist.