Das japanische Unternehmen Sentech stellt neue Produktlinien von GigE-, HDMI-, Highspeed- und USB-Kameras vor.
GigE Kameras – mit und ohne kundenspezifischem FPGA
Die Sentech Kameras der GigE-Serie stehen mit fünf verschiedenen Auflösungen,
in Farbe oder Monochrom, als PowerPlus mit oder als Standard
ohne kundenspezifischen FPGA zur Verfügung. Somit haben Sie Zugriff
auf zwanzig verschiedene Modelle. Hochwertige CCD-Sensoren, robuste
Verarbeitung, Betrieb ohne Fremdkühlung sowie die Steuerung der
Objektivblende via DC sind wichtig für den Praxiseinsatz. Die PowerPlus
Modelle verfügen über ein Field Programmable Gate Array (FPGA), das in
vielen Bereichen der Bildverarbeitung mittlerweile unverzichtbar ist. Als
erster Hersteller weltweit bietet Sentech nun GigE-Kameras mit einem
zweiten, völlig frei zugänglichen XILINX Spartan-3 FPGA an, das mit beliebigen
Funktionen belegt werden kann. Auch Bildvergleiche und -analysen
sind damit möglich. Im Unterschied zu Smart Kameras, in denen
ein Prozessor für die Bildverarbeitungsaufgaben eingesetzt wird, stellt
ein FPGA eine reine Hardwarelogik dar und arbeitet quasi in Echtzeit.
Günstige HDMI-Kameras mit 720P für Mikroskopie und Endoskopie Unter der Bezeichnung STC-HD133DV hat Sentech 1/3“ CCD Kameras als
Platinen- und Gehäusemodell eingeführt, die ein progressives Videosignal
von 1280x720 Pixeln bei bis zu 60fps liefern. Sie bieten somit hervorragende
Bilder im HD-Standard 720P und können dank HDMI-Ausgang an
alle gängigen Monitore und TV Geräte mit HDMI-Schnittstelle angeschlossen
werden. Die Kameras sind daher ideal für Anwendungen, die keinen PC erfordern, wie z.B. Mikroskopie und Endoskopie. Die
STC-HD133DV ist als Gehäusekamera und als Platinenkamera erhältlich
und lässt sich mit der kabelgebundenen Fernbedienung per OSD-Menü
konfigurieren. Neben den technischen Features überzeugen die Modelle
auch durch ihren extrem attraktiven Preis von 599 Euro (empfohlener
Endkundenpreis zzgl. MwSt. und Versand).
High Speed CameraLinkTM Kameras Auch wenn die GigE-Schnittstelle weiter auf dem Vormarsch ist und mittlerweile
viele Applikationen in Bildverarbeitungssystemen abdecken
kann – für echte High-Speed Anwendungen mit gleichzeitig hoher Bildauflösung
reicht der Datendurchsatz von GigE einfach nicht aus. Hier
greift man gerne auf die mittlerweile etwas in die Jahre gekommene und
technisch recht komplexe CameraLinkTM-Schnittstelle zurück. Insgesamt
vier neue Kameramodelle stellt Sentech vor. Gemeinsam verfügen sie
über das gleiche, nur 50x50x41mm große Gehäuse mit zwei Camera-
LinkTM-Anschlüssen und einem C-Mount Objektivadapter. Neu für Sentech
ist der Einsatz von CMOS-Sensoren. Nachdem man über viele Jahre hinweg
aufgrund der besseren Bildqualität an CCD-Technologie festhielt,
steht die Qualität vieler CMOS-Sensoren heute der von CCDs in nichts mehr
nach. Die Kameras sind verfügbar in Auflösungen von 2048x1088 Pixel
(2 Megapixel) und 2048x2048 Pixel (4 Megapixel), jeweils in Farbe und
monochrom. Die maximalen Bildwiederholfrequenzen betragen 340 fps
(2 Megapixel) und 180 fps (4 Megapixel).
USB Kameras mit Langzeitbelichtung Die Sentech USB Kamerafamilie ist nicht neu. Neu hingegen ist die Möglichkeit
der Langzeitbelichtung ohne externe Kühlung des CCD-Sensors,
die auf dem Messestand in einer Anwendung der Fluoreszenzmikroskopie
zu sehen sein wird. Die Belichtungszeit wird hierbei software- oder hardwaremäßig
von einem Start-/Stopp-Triggersignal festgelegt und kann
quasi beliebig lang sein. Nun erzeugt ein CCD-Sensor mit zunehmender
Belichtungszeit jedoch auch zunehmend Rauschen. Die neue Funktion
bietet gleich zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Rauschfilterung:
Die „Easy“-Methode bedarf keiner vorheriger Kalibrierung. Es handelt
sich hierbei um einen Median-Filter, der benachbarte Pixel vergleicht und
kleine, plötzliche Unterschiede von Pixel zu Pixel eher als Rauschen interpretiert
und diese maskiert. Der Filter eignet sich besonders gut für sogenanntes
„Weißes Rauschen“. Bei der „Complex“-Methode wird die Kamera
zuvor mit einem schwarzen Bild „kalibriert“. Das so entstandene
Rauschmuster wird im Anschluss bei der Aufnahme des echten Bildes herausgerechnet.
Diese Methode eignet sich besonders gut zur Eliminierung
sogenannter „Hot-Spots“ – dies sind einzelne Pixel, die mit zunehmender
Zeit heller werden oder auch bestimmte Farben annehmen und sich somit
störend auf das Bild auswirken.