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Sentech 2011: Die Produktwelle

Das japanische Unternehmen Sentech stellt neue Produktlinien von GigE-, HDMI-, Highspeed- und USB-Kameras vor.

GigE Kameras – mit und ohne kundenspezifischem FPGA
Die Sentech Kameras der GigE-Serie stehen mit fünf verschiedenen Auflösungen, in Farbe oder Monochrom, als PowerPlus mit oder als Standard ohne kundenspezifischen FPGA zur Verfügung. Somit haben Sie Zugriff auf zwanzig verschiedene Modelle. Hochwertige CCD-Sensoren, robuste Verarbeitung, Betrieb ohne Fremdkühlung sowie die Steuerung der Objektivblende via DC sind wichtig für den Praxiseinsatz. Die PowerPlus Modelle verfügen über ein Field Programmable Gate Array (FPGA), das in vielen Bereichen der Bildverarbeitung mittlerweile unverzichtbar ist. Als erster Hersteller weltweit bietet Sentech nun GigE-Kameras mit einem zweiten, völlig frei zugänglichen XILINX Spartan-3 FPGA an, das mit beliebigen Funktionen belegt werden kann. Auch Bildvergleiche und -analysen sind damit möglich. Im Unterschied zu Smart Kameras, in denen ein Prozessor für die Bildverarbeitungsaufgaben eingesetzt wird, stellt ein FPGA eine reine Hardwarelogik dar und arbeitet quasi in Echtzeit.

Günstige HDMI-Kameras mit 720P für Mikroskopie und Endoskopie
Unter der Bezeichnung STC-HD133DV hat Sentech 1/3“ CCD Kameras als Platinen- und Gehäusemodell eingeführt, die ein progressives Videosignal von 1280x720 Pixeln bei bis zu 60fps liefern. Sie bieten somit hervorragende Bilder im HD-Standard 720P und können dank HDMI-Ausgang an alle gängigen Monitore und TV Geräte mit HDMI-Schnittstelle angeschlossen werden. Die Kameras sind daher ideal für Anwendungen, die keinen PC erfordern, wie z.B. Mikroskopie und Endoskopie. Die STC-HD133DV ist als Gehäusekamera und als Platinenkamera erhältlich und lässt sich mit der kabelgebundenen Fernbedienung per OSD-Menü konfigurieren. Neben den technischen Features überzeugen die Modelle auch durch ihren extrem attraktiven Preis von 599 Euro (empfohlener Endkundenpreis zzgl. MwSt. und Versand).

High Speed CameraLinkTM Kameras
Auch wenn die GigE-Schnittstelle weiter auf dem Vormarsch ist und mittlerweile viele Applikationen in Bildverarbeitungssystemen abdecken kann – für echte High-Speed Anwendungen mit gleichzeitig hoher Bildauflösung reicht der Datendurchsatz von GigE einfach nicht aus. Hier greift man gerne auf die mittlerweile etwas in die Jahre gekommene und technisch recht komplexe CameraLinkTM-Schnittstelle zurück. Insgesamt vier neue Kameramodelle stellt Sentech vor. Gemeinsam verfügen sie über das gleiche, nur 50x50x41mm große Gehäuse mit zwei Camera- LinkTM-Anschlüssen und einem C-Mount Objektivadapter. Neu für Sentech ist der Einsatz von CMOS-Sensoren. Nachdem man über viele Jahre hinweg aufgrund der besseren Bildqualität an CCD-Technologie festhielt, steht die Qualität vieler CMOS-Sensoren heute der von CCDs in nichts mehr nach. Die Kameras sind verfügbar in Auflösungen von 2048x1088 Pixel (2 Megapixel) und 2048x2048 Pixel (4 Megapixel), jeweils in Farbe und monochrom. Die maximalen Bildwiederholfrequenzen betragen 340 fps (2 Megapixel) und 180 fps (4 Megapixel).

USB Kameras mit Langzeitbelichtung
Die Sentech USB Kamerafamilie ist nicht neu. Neu hingegen ist die Möglichkeit der Langzeitbelichtung ohne externe Kühlung des CCD-Sensors, die auf dem Messestand in einer Anwendung der Fluoreszenzmikroskopie zu sehen sein wird. Die Belichtungszeit wird hierbei software- oder hardwaremäßig von einem Start-/Stopp-Triggersignal festgelegt und kann quasi beliebig lang sein. Nun erzeugt ein CCD-Sensor mit zunehmender Belichtungszeit jedoch auch zunehmend Rauschen. Die neue Funktion bietet gleich zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Rauschfilterung: Die „Easy“-Methode bedarf keiner vorheriger Kalibrierung. Es handelt sich hierbei um einen Median-Filter, der benachbarte Pixel vergleicht und kleine, plötzliche Unterschiede von Pixel zu Pixel eher als Rauschen interpretiert und diese maskiert. Der Filter eignet sich besonders gut für sogenanntes „Weißes Rauschen“. Bei der „Complex“-Methode wird die Kamera zuvor mit einem schwarzen Bild „kalibriert“. Das so entstandene Rauschmuster wird im Anschluss bei der Aufnahme des echten Bildes herausgerechnet. Diese Methode eignet sich besonders gut zur Eliminierung sogenannter „Hot-Spots“ – dies sind einzelne Pixel, die mit zunehmender Zeit heller werden oder auch bestimmte Farben annehmen und sich somit störend auf das Bild auswirken.



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