||| Projektbericht: Fujinon-Optiken dokumentieren die Lebensbedingungen von Seeottern in der Bucht von Monterey
Vor der Kulisse der atemberaubend schönen Monterey Bucht im US-Bundesstaat Kalifornien entsteht im Dezember 2011 ein Naturfilm, der die Rettung des gestrandeten Seeotter-Babys „Otter 501“ dokumentiert. Erzählt wird die Geschichte der Studentin Katie, die über ihre Erlebnisse in ihrem Weblog berichtet und ihre Beiträge mit kurzen Video-Clips von ihrer Webcam ergänzt. Social Media trifft Film: Kameramann Mark Shelley kombiniert Katies Webcam-Aufnahmen mit brillanten Landschafts- und Tieraufnahmen, die von Zoom-Optiken der Marke Fujinon stammen, und macht daraus einen Kinofilm.
Katie, Mark Shelley und sein Team begleiten den Findling Otter 501 von seinem Fundort zur Sea Otter Research and Conservation (SORAC) Station im Monterey Bay Aquarium. Dort dokumentieren sie, wie der Heuler seine Seeotter-Ersatzmutter kennenlernt, die ihn aufziehen wird, bis er alt genug ist, um wieder in die Wildnis entlassen zu werden. Und sie begleiten das Jungtier wieder zurück in seine natürliche Heimat. Otter 501 verdankt seinen Namen dem Umstand, der 501. Seeotter zu sein, der in die Obhut der SORAC übergeben wurde. Das Name stand Pate für den Filmtitel, der aktuell im amerikanischen Kino und in diversen US-Aquarien läuft.
Artenschutzauflagen erschweren Dreharbeiten
Seeotter sind eine vom Aussterben bedrohte Spezies, die unter Artenschutz steht. Am Beispiel von Otter 501 soll dem Zuschauer ein besseres Verständnis für die Bedrohungen, denen die Tiere in der Wildnis ausgesetzt sind, vermittelt werden. Natürliche Feinde wie Weiße Haie zählen ebenso dazu, wie eine Vielzahl an Krankheiten und die von Menschen freigesetzten Gifte. Die Dreharbeiten gestalteten sich schwierig, denn aufgrund des besonderen Schutzes, unter dem die Meeressäuger stehen, dürfen sich Boote nur bis zu einer bestimmten Entfernung ihrem natürlichen Habitat nähern. Die zu überwindende Distanz zum eigentlichen Schauplatz wurde daher zum Schlüsselfaktor, denn ohne Nahaufnahmen lässt sich nur wenig Atmosphäre für eine fesselnde Dokumentation herstellen. Gefragt waren also Objektive mit einem großen Zoom.
Extreme Bedingungen: Fujinon-Optiken bewähren sich
Kameramann Mark Shelley und seine Crew setzten 2/3“ Objektive der Premier Serie von Fujinon ein, um vor der kalifornischen Küste das Verhalten der Seeotter in ihrem natürlichen Lebensraum zu filmen. Die gleichen Optiken nutzte das Team, um die ersten Erfahrungen des kleinen Findlings Otter 501 bei SORAC und bei seiner anschließenden Rückkehr ins Meer festzuhalten. „Die Fujinon-Optiken haben brillante Arbeit unter diesen extremen Bedingungen geleistet“, erklärt Shelley, der eine eigene Produktionsfirma mit dem passenden Namen Sea Studio besitzt. „Wenn du in der Wildnis filmst, hast du nicht den Luxus, den perfekten Shot zu planen, denn es passieren zu viele unberechenbare Dinge. Bei unserem Dreh haben wir immer wieder schnell schwenken und zoomen müssen und dabei versucht vorherzusagen, wie und in welche Richtung die Seeotter schwimmen würden. Die Fujinon-Optiken fingen extrem scharfe und kristallklare Bilder ein, ohne Abberationen oder andere Abweichungen – trotz Salzwasser, Gischt oder anderen Behinderungen.“ Die Produktion von Otter 501 begann bereits im Januar 2011. Sie umfasste 16-Stunden-Tage an sechs Tagen die Woche, über viele Monate hinweg, bei jedem Wetter und jeder Lichtsituation.
Social Media trifft Film
Die Handlung ist schnell erzählt: Die Studentin Katie begibt sich nach ihrem College auf eine Abenteuerreise nach Monterey und findet das gestrandete, halbtote Seeotter-Junge. Im Unterschied zu herkömmlichen Dokumentationen übermittelt die Erzählerin
Katie ihre Geschichte per Webcam und Weblog – und wird dabei in HD gefilmt. Der stilistische Part stellte eine größere Herausforderung dar: Die Bildqualität war dem Team um Mark Shelley sehr wichtig, da der Film auf großen Leinwänden laufen sollte. Dabei mischten die Macher von Otter 501 beim Schnitt die scharfen HD-Aufnahmen mit pixeligen Ausschnitten aus Katies Webcam-Film, um eine größere Authentizität zu erreichen. Mit dem Kombinationseffekt zeigt sich nicht nur Kameramann Shelley zufrieden. Die mit dem Projektmanagement betraute Arlene Burns erläutert das Filmprojekt in seinem ganzen Umfang: „Neben dem Hauptfilm produzierten wir eine Reihe von Kurzfilmen für das Internet, quasi als Teil einer großen Social Media Kampagne, die für die Dokumentation werben soll. Wir zeigen zum Beispiel, wie Katie lernt, ein Kajak in der Brandung zu steuern und werfen einen Blick hinter die Kulissen von Otter 501.“
Ausrüstung und Service
Die Panasonic Varicam und die Sony CineAlta Kameras wurden ausnahmslos mit Fujinon-Optiken bestückt. Das HA13x4.5 Weitwinkel Objektiv bewährte sich sowohl bei Unterwasseraufnahmen als auch bei der Topside Produktion. Darüber hinaus verwendeten Shelley und sein Team eine größere Auswahl an portablen HA25x16.5 ENG Zooms. Eine Sony F950 Kamera, ausgestattet mit einem HA42x9.7 ENG-Zoom, wurde in einem Cineflex Kugelgehäuse verbaut, das wiederum seitlich von der Bootswand an einem Schwenkarm angebracht war und wertvolle Unterstützung beim Filmen der Küstenlandschaft leistete. Am Ende ist Mark Shelley nicht nur von der technischen Leistung der Optiken überzeugt: „Auch der Kundenservice von Fujinon war für uns von unschätzbarem Wert.“ Otter 501 wird wahrscheinlich nicht in deutschen Kinos laufen. Wer den Heuler dennoch kennen lernen möchte, für den haben wir einen Link zu einem Video-Clip bei YouTube auf unserer Website vorbereitet. Überzeugen Sie sich selbst: Otter 501 ist mehr als nur eine Nummer – oder ein Webcode!